Wir alle standen schon einmal ratlos vor dem Regal im Schreibwarenladen. Die Auswahl an Briefumschlägen ist riesig. Da gibt es C6, DL, C5 und noch viele mehr. Kryptische Kürzel, die mehr verwirren als helfen. Oft greift man dann einfach nach Gefühl zu. Zu Hause folgt die Ernüchterung. Die Karte passt nicht rein oder der Brief verliert sich in einer viel zu großen Hülle. Das sieht nicht nur unprofessionell aus, es kann auch teuer werden. Ein falsches Format kostet schnell unnötiges Porto. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, wenn man das System einmal verstanden hat. Der Umschlag ist wie Kleidung für Ihre Nachricht. Er muss passen, schützen und gut aussehen.
Das Geheimnis der DIN-Kürzel
Die gute Nachricht ist, dass Papier und Umschläge von Palmpapier genormt sind. Sie gehören zusammen wie Topf und Deckel. Die Papierformate kennen wir als DIN A. Die passenden Umschläge tragen meist ein C im Namen. Der absolute Klassiker im geschäftlichen Bereich ist DIN Lang, oft auch DL genannt. Hier passt ein normales A4-Papier hinein, das zweimal quer gefaltet wurde. Das ist der Standard für Rechnungen und Briefe. Im privaten Bereich regiert DIN C6. Das ist das klassische Postkartenformat. Es eignet sich perfekt für A6-Karten oder A4-Briefe, die über Kreuz auf ein Viertel gefaltet wurden. Wenn es etwas größer sein soll, greifen Sie zu C5. Hier passt ein A4-Blatt hinein, das nur einmal in der Mitte geknickt ist. Und für wichtige Verträge oder Zeugnisse, die gar nicht geknickt werden dürfen, ist C4 die richtige Wahl. Hier gleitet das A4-Blatt glatt hinein. Merken Sie sich einfach: Die C-Hülle ist immer ein kleines bisschen größer als das entsprechende A-Papier.
Quadratisch fällt auf
Wenn Sie aus der Masse hervorstechen wollen, verlassen Sie die DIN-Norm. Quadratische umweltfreundliche Umschläge sind echte Hingucker. Unser Auge ist an Rechtecke gewöhnt. Ein Quadrat bricht diese Erwartung. Es wirkt modern, edel und exklusiv. Besonders für Einladungen zu Hochzeiten oder Taufen sind sie sehr beliebt. Aber Achtung: Die Postsortiermaschinen sind auf Rechtecke programmiert. Quadratische Formate gelten oft als Sonderformat. Das kann bedeuten, dass Sie ein höheres Porto zahlen müssen, selbst wenn der Brief leicht ist. Informieren Sie sich vorher über die aktuellen Tarife. Meistens ist der optische “Wow-Effekt” diesen kleinen Aufpreis aber absolut wert.
Die Gretchenfrage beim Kleben
Zum Schluss müssen Sie sich für eine Verschlussart entscheiden. Es gibt im Wesentlichen zwei Lager. Die Nassklebung ist der Klassiker. Sie müssen die Lasche anfeuchten. Das mag nicht jeder, aber es hat einen riesigen Vorteil. Der Kleber ist trocken inaktiv. Solche Umschläge können Sie jahrzehntelang lagern, ohne dass sie ihre Klebkraft verlieren. Die komfortable Alternative ist die Haftklebung mit Abziehstreifen. Folie weg, zudrücken, fertig. Das geht schnell und schmeckt neutral. Allerdings hat dieser Kleber ein Verfallsdatum. Nach ein paar Jahren im Schrank kann er austrocknen. Wenn Sie also nur ab und zu einen Brief schreiben, ist die klassische Nassklebung oft die schlauere Wahl für die Vorratsschublade.
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