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    LEBENSSTIL

    Urlaubsfeeling im eigenen Garten. Erholung vor der Haustür selbst gestalten

    TagesFadenBy TagesFadenMay 14, 2026No Comments4 Mins Read
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    Urlaubsfeeling
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    Der Sommer ist da! Reiselust oder Fernweh? Wer seinen Garten gut plant, hat einen Rückzug direkt vor der Nase, der Urlaubsfeeling ohne Ortswechsel in sich trägt. Es braucht dafür keine riesigen Gartenflächen, sondern vielmehr eine sinnvolle Planung, die Wasser, Bepflanzung, Licht und Materialien klug verknüpft.

    Table of Contents

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    • Garten in Zonen gliedern
    • Wasser im Garten: alles zu Planung, Technik und Pflege
    • Bepflanzung: Schatten schaffen, Atmosphäre gestalten
    • Licht und Materialien: Das sind die Details, die den Unterschied machen

    Garten in Zonen gliedern

    Ein durchdacht gestalteter Garten wächst selten zufällig. Landschaftsarchitekten und Gartenplaner arbeiten hier mit dem Prinzip der funktionalen Zonierung: Sie gliedern den Außenbereich in verschiedene Bereiche wie Sitzzone, Wasserfläche, Beet- und Pflanzflächen und auch Spielbereiche.
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    Eine Umfrage des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) aus dem Jahr 2023 ergab, dass rund 70 Prozent der Deutschen einen Garten oder eine Terrasse aktiv nutzen – die Nachfrage nach professioneller Gartengestaltung ist in diesem Zeitraum stark gestiegen. Für die konkrete Planung sollten Sie dann auch Himmelsrichtung und Schattenwurf beachten, um die Plätze für Sitzbereiche und Wasserflächen richtig anzuordnen. Ein Gartenbereich mit Blick gen Süden oder Westen, der von Bäumen ausreichend Abstand hat, ist optimal für einen Pool Garten, der sowohl schön aussieht als auch seine Funktion erfüllt. Als grobe Faustregel gilt, dass der Standort mindestens vier bis sechs Stunden täglich von der Sonne beschienen werden sollte, damit das Wasser sich auf Wohlfühltemperatur erwärmen kann.

    Wasser im Garten: alles zu Planung, Technik und Pflege

    Ein Pool ist das aufwendigste, aber auch wirkungsvollste Element des Gartenkonzepts. Bei der Planung unterscheidet man grundsätzlich zwischen Fertigpoolsystemen, gemauerten Becken und Naturpools. Fertigpoolsysteme aus Polypropylen oder Glasfaser lassen sich in der Regel innerhalb weniger Tage einbauen, sie sind auch wartungsärmer als gemauerte Varianten. Naturpools oder Schwimmteiche kommen ohne Chemikalieneinsatz aus, brauchen dafür aber eine große Filterfläche, oft 50 bis 100 Prozent der Wasserfläche, die dann als Regenerationszone bepflanzt wird. Drei Dinge sind entscheidend für die Wasserqualität: der pH-Wert (optimal zwischen 7,2 und 7,6), der freie Chlorgehalt (bei Chlorpools zwischen 0,3 und 0,6 mg/l nach DIN 19643) und die Pumpenleistung. Eine Umwälzpumpe sollte das gesamte Poolvolumen idealerweise alle vier bis sechs Stunden durchfiltern. Diese technischen Rahmenbedingungen entscheiden darüber, ob das Wasser klar und hygienisch bleibt, ohne dass man übermäßig viel Chemie einsetzen muss.

    Bepflanzung: Schatten schaffen, Atmosphäre gestalten

    Pflanzen sind im Garten wahre Multitalente: Sie spenden uns Schatten, verbergen uns vor den Blicken der Neugierigen, sie regulieren unser Kleinklima und geben unserem Garten eine Atmosphäre. Für die Auspflanzung um ein Wasserelement sind standortfeste und wurzelarme Pflanzen ratsam. Hier seien Miscanthus sinensis und Pennisetum alopecuroides genannt, die keinen aggressiven Wurzelwuchs machen und auch in der Nähe einer Poolfolie keinen Schaden anrichten können.
    Zur Schaffung von Schatten und Sichtschutz eignen sich Bambus (Fargesia, keine Phyllostachys wg. Rhizomwachstums), Hainbuche als geschnittene Hecke sowie Hochstammbäume mit kleiner Krone. In Poolnähe sollte, so raten die Fachleute der Deutschen Gartenakademie, auf stark laubabwerfende Bäume verzichtet werden. Laub belastet die Filteranlage.
    Ein mediterranes Pflanzkonzept mit Lavendel, Rosmarin, Oleander (in Kübeln, da nicht frostfest) und Ziergräsern schafft Urlaubsstimmung. Diese Pflanzen sind wärme- und trockenheitsresistent und benötigen vergleichsweise wenig Pflege. Damit sind sie alltagstauglich.

    Licht und Materialien: Das sind die Details, die den Unterschied machen

    Am Abend entscheidet sich, ob ein Garten tatsächlich Erholungsraum ist. Warmweißes LED-Licht (2700 bis 3000 Kelvin) gilt in der Lichtplanung als entspannend, weniger grell als kaltweißes Licht. Leuchten für draußen sollten Schutzklasse IP44 (spritzwassergeschützt) oder IP67 (wasserdicht, für Unterwasserinstallation) besitzen. Materialien bilden Erscheinungsbild und Langlebigkeit. Terrassenplatten aus Feinsteinzeug sind wetterfest, frostfest und pflegeleicht, ihre Rohdichte liegt bei guten Produkten über 2000 kg/m³. Holz ist besonders in Form von Bangkirai oder Thermoesche beliebt für Pooldecks, muss aber regelmäßig geölt oder behandelt werden. Teak hat natürliche Öle, ist sehr witterungsbeständig, aber auch nicht preiswert. Wer Möbel für die Lounge-Zone kauft, sollte auf UV-Stabilität achten: Polyrattan-Möbel verlieren ohne UV-Stabilisatoren nach zwei bis drei Sommern an Farbe und Stabilität, verlässliche Orientierung beim Kauf bieten RAL-Gütezeichen oder Angaben zur UV-Beständigkeit nach EN ISO 4892-2.
    Ein Garten, der als Erholungsort funktioniert, entsteht nicht durch Einzelkämpfer, sondern durch ihr Zusammenwirken. Wer Planung, Technik, Bepflanzung und Materialwahl aufeinander abstimmt, gewinnt einen Außenraum, der über viele Sommer trägt. Den ersten kleinen Schritt zu tun, ist der schwerste, aber mit einem auf Papier klar durchdachten Konzept, das Zonen, Wünsche und Budget vereint, lässt sich die Umsetzung sinnvoll angehen und Schritt für Schritt realisieren.

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