Der Sommer in der Stadt oder im eigenen Garten kann anstrengend sein. Beton, Steinplatten und Hauswände speichern die Hitze des Tages und geben sie abends nur zögerlich wieder ab. Man sitzt auf der Terrasse und fühlt sich wie in einem Backofen. Ein normaler Sonnenschirm hilft zwar gegen den direkten Brand der Sonne, aber die Luft darunter steht still. Sie ist trocken und heiß. Viele Hausbesitzer greifen dann zu teuren Markisen oder festen Glasdächern. Doch oft verschlimmert Glas das Problem nur, da sich die Hitze darunter staut. Es gibt eine uralte, fast vergessene Lösung, die nicht nur kühler ist, sondern auch noch lebt. Eine Pergola, die von dichten Kletterpflanzen bewachsen ist, ist weit mehr als nur ein optisches Highlight.
Die Physik der schwitzenden Blätter
Warum ist es im Wald immer kühler als auf dem Feld? Das Geheimnis liegt in der Verdunstung. Pflanzen nehmen Wasser über ihre Wurzeln auf und geben es über die Blätter wieder an die Umgebung ab. Dieser Vorgang verbraucht Energie in Form von Wärme. Der Umgebungsluft wird also Wärme entzogen, um das Wasser zu verdunsten. Das Ergebnis ist eine spürbare Abkühlung. Unter einem dichten Blätterdach einer Pergola von Lamella.de kann die Temperatur um mehrere Grad niedriger liegen als unter einem Stoffdach. Die Luft fühlt sich frisch und angenehm feucht an, nicht trocken und staubig. Man atmet leichter. Zudem spenden die Blätter einen lebendigen Schatten. Er ist nicht statisch wie bei einer Mauer. Das Sonnenlicht blitzt immer wieder in kleinen Punkten hindurch, wird aber in seiner Intensität gebrochen. Dieser gefilterte Schatten ist sanft zur Haut und zu den Augen.
Ein vertikales Buffet für Insekten
Unsere Gärten werden oft immer steriler. Schotterflächen und kurz gemähter Rasen bieten kaum Nahrung für Insekten. Bienen und Hummeln finden in modernen Siedlungen oft nicht genug Nektar. Eine begrünte Pergola ist hier wie eine Tankstelle in der Wüste. Kletterpflanzen wie Blauregen, Geißblatt oder Kletterhortensien erobern den Raum in die Höhe. Auf wenigen Quadratmetern Bodenfläche entstehen hunderte Quadratmeter Blatt- und Blütenfläche. Wenn diese Pflanzen blühen, verwandelt sich das Terrassendach in ein summendes Paradies. Es duftet herrlich. Man kann den fleißigen Tieren bei der Arbeit zusehen. Viele haben Angst vor Wespen beim Essen, aber Bienen und Hummeln interessieren sich meist gar nicht für den Pflaumenkuchen. Sie wollen den Nektar der Blüten über unseren Köpfen.
Intelligenter Sonnenschutz im Jahresverlauf
Ein weiterer, genialer Vorteil der Natur ist ihre Anpassungsfähigkeit. Ein festes Dach nimmt einem im Winter das Licht. Im Wohnzimmer wird es dunkel, wenn draußen ein Vordach steht. Pflanzen lösen dieses Problem von ganz alleine. Im Sommer, wenn man Schatten braucht, ist das Laub dicht und undurchdringlich. Im Herbst jedoch fallen die Blätter. Die tiefstehende Wintersonne kann nun ungehindert durch das hölzerne Gerüst scheinen. Sie wärmt die Terrasse und flutet die dahinterliegenden Fenster mit wertvollem Tageslicht. Man hat also Schatten im Sommer und Licht im Winter, ganz ohne Technik oder Umbauten. Dieser natürliche Zyklus passt perfekt zu unseren Bedürfnissen.
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