Oft wird er völlig unterschätzt. Der Serverschrank steht meist irgendwo in einer dunklen Ecke oder im Keller. Er sieht unspektakulär aus. Ein grauer Kasten aus Blech, mehr scheint es nicht zu sein. Viele sehen ihn auf der Rechnung nur als notwendiges Übel, um die Computer irgendwo hineinzuschrauben. Doch dieser erste Eindruck ist fatal. In diesem Metallgehäuse schlägt das digitale Herz eines jeden Unternehmens. Hier liegen die sensiblen Daten der Kunden. Hier laufen alle Kommunikationswege zusammen. Wenn dieses Herz aufhört zu schlagen, steht der Betrieb still. Ein Ausfall der IT kostet oft tausende Euro pro Stunde, vom Imageverlust ganz zu schweigen. Deshalb ist die Wahl der richtigen Behausung für die empfindliche Hardware keine Nebensache. Es ist eine strategische Entscheidung. Ein guter Serverschrank ist keine passive Hülle.
Der stille Kampf gegen den Hitzetod
Elektronik hat einen großen Gegner. Wärme. Prozessoren, Festplatten und Netzteile arbeiten rund um die Uhr auf Hochtouren. Dabei produzieren sie Hitze, die irgendwo hin muss. In einem billigen, schlecht konstruierten Schrank staut sich diese Energie. Es entstehen gefährliche Wärmenester, sogenannte Hotspots. Die Lüfter der Server drehen durch, werden laut und verbrauchen Unmengen an Strom. Viel schlimmer ist jedoch der schleichende Verschleiß. Überhitzte Bauteile fallen deutlich früher aus. Ein professioneller Serverschrank verhindert das durch intelligente Luftführung. Er ist wie ein Windkanal konstruiert. Perforierte Türen lassen kühle Luft ungehindert herein. Spezielle Blenden verhindern, dass sich warme Abluft und kalte Zuluft vermischen. Die Wärme wird gezielt nach draußen geleitet. Das entlastet die Klimaanlage im Raum und schont die Hardware.
Schutz vor dem Faktor Mensch und Umwelt
Gefahr droht nicht nur durch Technik, sondern oft durch Menschen. Ein offener, ungesicherter Schrank ist eine Einladung für Fehler. Jemand stolpert über ein Kabel. Eine Reinigungskraft zieht beim Staubsaugen versehentlich den falschen Stecker. Oder ein Unbefugter manipuliert die Hardware. Ein hochwertiger Schrank ist eine Festung. Er besitzt stabile Schlösser oder sogar elektronische Zugangssysteme, die jeden Zugriff protokollieren. Nur wer berechtigt ist, kommt an die Technik. Doch der Schutz geht weiter. Gute Schränke sind dicht gegen Staub, der sich sonst in die feinen Ritzen der Elektronik setzt und Kurzschlüsse verursacht. Sensoren im Inneren überwachen permanent den Status. Sie melden Rauch, eindringendes Wasser oder Erschütterungen sofort per Netzwerk an den Administrator.
Struktur als Waffe gegen Ausfallzeiten
Wenn das Netzwerk im Unternehmen steht, zählt jede Sekunde. Der Fehler muss gefunden werden. Sofort. In einem billigen Schrank herrscht oft das Chaos. Kabel hängen wirr durcheinander wie Spaghetti. Man sieht vor lauter Strippen die Geräte nicht mehr. Die Fehlersuche wird zum Glücksspiel. Ein professionelles Rack bietet Platz für Ordnung. Es ist oft breiter gebaut, um massive Kabelmengen an der Seite aufzunehmen. Intelligente Führungssysteme sorgen dafür, dass jedes Kabel seinen festen Platz hat. Man sieht auf den ersten Blick, welche Verbindung wohin führt. Das beschleunigt die Wartung extrem. Zudem verhindern saubere Kabelwege, dass der Luftstrom blockiert wird. Nichts hängt vor den Lüftern. Ordnung ist hier also keine Frage der Ästhetik. Sie ist reine Funktionalität.
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